Ich habe wieder einmal in meiner Büchersammlung gekramt, wollte ein wenig aussortieren und stieß dabei auf ein Buch über Frankfurt (Oder) aus dem Jahr 1980.
Im ersten Moment wirkte es gar nicht spannend. Ich dachte: brauche ich nicht, kann weiterziehen, vielleicht freut sich jemand anderes darüber.
Ich hab ein wenig drin geblättert und ein handgeschriebenes Blatt gefunden, diesen Fund fand ich so spannend das ich ihn unbedingt mit Euch teilen wollte.

Hier ist der Text aus dem Buch, der von einem Zeitzeugen handschriftlich korrigiert wurde:
„Am 27. Januar 1945, vor dem totalen Zusammenbruch, erklärten die Faschisten die Stadt zur Festung. Die Bevölkerung wird evakuiert und findet nach ihrer Rückkehr die Innenstadt als Steinwüste vor. 90% aller Gebäude des Stadtzentrums haben die Nazis mit Sprengbomben und Brandsätzen zerstört. Straßenbahnanlagen, Lichtleitungen, Wohnhäuser, Fabriken – alles ist zerfetzt und unbrauchbar gemacht. Am 12. April 1945 stürzte der Befehl eines wahnsinnigen „Durchhaltepolitikers“ die Oderbrücke in den Fluß. Wer nur ein Wort gegen all die Sinnlosigkeit zu sagen wagte, war vernichtet worden.“
Hier mein Fundstück aus dem Buch:


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